Smart Green Home: Eine erste Zwischenbilanz
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, den nächsten Artikel der »Smart Green Home«-Reihe zu schreiben. Doch ich will nicht verpassen, eine kleine Zwischenbilanz des bisherigen Betriebs der Gesamtanlage zu ziehen. Ich erfasse umfangreiche Daten zum Verbrauch sowie zur Wärme- und Stromerzeugung. Seit Anfang Oktober 2025 werden diese Daten täglich ausgewertet und auf Wochen-, Monats- und Jahresbasis aggregiert. So ergeben sich aufschlussreiche Einblicke, die mich trotz meines großen Optimismus noch überrascht haben.
Dieser Artikel liefert Einblicke in das letzte Quartal 2025 sowie den Beginn des Jahres 2026. Die Verbrauchsangaben sind gerundet. Die Datenerfassung selbst läuft auf die Wattstunde genau.
Das Ziel: Bilanziell den Verbrauch der Wärmepumpe durch PV-Strom ausgleichen
Zur Erinnerung: Eine wesentliche Zielsetzung des gesamten Projekts bestand darin, den ohne Frage signifikanten Energiebedarf der Wärmepumpe über das Jahr zumindest bilanziell ausgleichen zu können – es soll also mehr Strom mittels Photovoltaik über das Jahr hinweg erzeugt werden, als die Wärmepumpe für ihren Betrieb benötigt.
Einspeisung in das Netz wird dabei als Verlust betrachtet – denn nur verbrauchter Strom kann in die Bilanz mit einfließen. Entsprechend haben wir Maßnahmen ergriffen, den Eigenverbrauch zu maximieren, sei es durch den PV-Heizstab oder die intelligente und erzeugungsgesteuerte Nutzung anderer Großverbraucher wie Waschmaschine, Wäschetrockner oder Geschirrspülmaschine (mehr dazu in einem späteren Artikel).
4. Quartal 2025: Sonniger Herbst und milder Winter
Das Jahr 2025 ging mit einem sonnigen Herbst und einem milden Winter zu Ende. Die Wärmepumpe erledigte ihre Aufgabe vollständig im monovalenten Betrieb1. Insgesamt wurden vom 01. Oktober bis zum 31. Dezember 2025 etwas mehr als 350 kWh für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt. Im Oktober wurde ein gewisser Teil der Brauchwassererwärmung mit dem PV-Heizstab aus PV-Überschüssen geleistet.
Im gesamten 4. Quartal war der PV-Ertrag höher als der Verbrauch der Wärmepumpe – der gesamte Bedarf wurde problemlos gedeckt. Natürlich war diese Deckung nur »bilanziell«: Denn die meiste Zeit reichte die anliegende PV-Leistung nicht aus, um die aufgenommene Leistung der Wärmepumpe direkt zu kompensieren.
Somit gilt für 2025: ✅ Haken dran. Ziel erfüllt.
Anfang 2026: Kalter Start und schneller Ausgleich für den Jahresbeginn
Nach dem bilanziell erfolgreichen Abschluss des Jahres 2025 startete 2026 sehr kalt und »dunkel«. Der Januar war der bisher kälteste Monat. Entsprechend hoch war der Verbrauch der Wärmepumpe in diesem Zeitraum. Zeitgleich war die PV-Produktion jahreszeitengemäß sehr niedrig, und es wurde zunächst deutlich Energie aus dem Netz bezogen, sodass die Bilanz zunächst negativ ausfällt.
Doch schon Ende Februar drehte sich das Bild: Einige sonnige Tage und eine höhere Außentemperatur sorgten für weniger Läufe der Wärmepumpe, die effizienter wurden. Gleichzeitig stieg die PV-Produktion massiv an, teilweise auf über 20 kWh pro Tag.
Noch vor Ende der 10. Kalenderwoche am 04. März wurde mehr Strom durch Photovoltaik erzeugt, als die Wärmepumpe seit Beginn des Jahres verbraucht hat. Der Trend ist unverkennbar: Während die Summe der PV-Produktion immer steiler ansteigt, flacht sich aufgrund des Wetters und des nahenden Frühlings die Kurve für den Verbrauch der Wärmepumpe immer weiter ab. Ab jetzt wird für den kommenden Winter bilanziell vorgearbeitet.
Erste Tage mit maximaler Autarkie
Doch es wurde noch besser: Durch das besonders sonnige Wetter Ende Februar und Anfang März kam es zu den ersten nahezu vollständig autarken Tagen des Jahres, also Tagen, an denen der Netzbezug minimal (unter 500 Wh) und die Einspeisung größer als der Bezug war.
Die minimalen Strombezüge aus dem Netz sind der Regelungenauigkeit des Wechselrichters geschuldet. Die vergleichsweise geringe Einspeisung liegt an der Maximierung des Eigenbedarfs, unter anderem durch die Verwendung des PV-Heizstabs.
Vermutlich liegt die nun kommende Herausforderung in der weiteren Optimierung des Eigenverbrauchs – denn jede sinnvoll selbst verbrauchte Kilowattstunde ist im Lichte der geringen Einspeisevergütung im Vergleich zu hohen Bezugskosten absolut erstrebenswert.
Interessant?
Ich freue mich, per E-Mail von Dir zu hören, wenn Du eigene Erfahrungen diskutieren möchtest oder gerade selbst ein ähnliches Projekt planst.
Dieser Artikel wurde von einem Menschen geschrieben, anschließend mit Hilfe von KI korrigiert und teilweise umformuliert.
KI hat keinerlei Inhalte selbst erzeugt oder Fakten beigetragen.
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Im sogenannten »monovalenten Betrieb« arbeitet die Wärmepumpe ohne die Verwendung des Zusatzheizstabs und nutzt ausschließlich Umgebungsenergie. Der Zusatzheizstab dient zur Erhöhung der Wärmeproduktion bei sehr geringen Außentemperaturen. ↩︎
Smart Green Home Photovoltaik Wärmepumpe
Zuletzt geändert: 2026-03-07 19:56:34
